Blindenleitsysteme mit Kaltplastik ermöglichen nachträgliche Orientierungshilfen ohne Eingriffe in den Bestand

Auf einem großflächigen Gelände in Aachen hat die Abteilung Markierung taktile Markierungen zur barrierefreien Wegeführung aufgebracht. Die Arbeiten umfassten die Herstellung eines Blindenleitsystems auf bestehenden Gehwegen und Verkehrsflächen, um die Orientierung für sehbehinderte und blinde Menschen zu verbessern.

Zum Einsatz kam dabei Kaltplastik. Diese Ausführungsart ermöglicht es, taktile Markierungen nachträglich auf vorhandenen Oberflächen herzustellen, ohne Asphaltflächen oder Gehwegplatten aufzubrechen oder auszutauschen. Dadurch lassen sich bestehende Wegeführungen um wichtige Orientierungselemente ergänzen, ohne in die vorhandene Infrastruktur einzugreifen.

Aufgebracht wurden sowohl Rillenstrukturen zur Führung entlang von Wegen als auch Noppenfelder zur Kennzeichnung von Gefahrenstellen, Richtungswechseln oder wichtigen Entscheidungspunkten. Beide Elemente sind fester Bestandteil moderner Blindenleitsysteme und dienen der taktilen Wahrnehmung über Langstock oder Fußkontakt.

Gerade auf weitläufigen Flächen mit zahlreichen Gehwegen bietet die Aufbringung von taktilen Markierungen aus Kaltplastik eine wirtschaftliche Lösung, um Barrierefreiheit nachträglich herzustellen. Die Markierungen können gezielt an die vorhandenen Wege angepasst werden und schaffen eine klare Orientierung innerhalb des Geländes.

Für Betreiber und Eigentümer bietet diese Ausführungsart den Vorteil, dass bestehende Gehwege und Verkehrsflächen erhalten bleiben. Gleichzeitig entstehen dauerhaft nutzbare Orientierungssysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen.

Zum Bilndenleitsystem

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